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Samstag, 5. November 2011

Neue Perspektiven

Kein Startplatz für 2012. Sieht so aus, als sollte es keinen letzten Versuch geben.
Brauche neue Perspektiven...

Sonntag, 7. Dezember 2008

Eine unbequeme Wahrheit

D-Day minus 244

Die Startliste des Norseman ist online. Ich bin dabei. So weit, so aufregend. Es wird also ernst. Zeit für eine Bestandsaufnahme. Das Ergebnis zeigt eine Ausgangslage mit viel Raum für Entwicklung:

1. Gewicht 81 kg. Das ist sogar mehr als vor 20 Jahren, an einem Punkt, den ich für mich bislang als Höhepunkt der Disziplinlosigkeit angesehen hatte.

2. Training. Diese Woche 40 Laufkilometer, eine astronomische Distanz, verteilt auf 3 Einheiten. Die Arbeit mit dem Rad beschränkt sich auf basteln (bald ist es aber fertig!) und reden. Die letzte Schwimmeinheit war 3,8 km lang und fand beim Kalmar Triathlon 2007 statt.

3. Rücken. Dank QiGong und speziellem Training aktuell nicht sooo schlecht wie die letzten Monate, aber so richtig in Ordnung noch lange nicht. Eher überhaupt gar nicht.

Na gut, das ist wieder das übliche Gejammer, immerhin gibt es auch Positives: Der Urlaub für nächstes Jahr ist genehmigt, die Familie zieht als Supportteam voll mit (auch wenn Susanne jetzt rigoros die Kontrolle über mein Gewicht an sich gerissen hat. Adieu, Schokoladennikolaus) und die Veröffentlichung der Startliste hat ENDLICH den erwarteten Motivationsschub ausgelöst, den ich so dringend brauche. Das Wichtigste ist aber, dass der Soundtrack für die kommende Saison so gut wie fertig ist und demnächst in diesem Theater zum Besten gegeben wird.

Sonntag, 16. November 2008

No sleep ´til Gausta

D-Day minus 265

Manchmal gibt es ja so etwas. Bilder, die einen gefangen nehmen. Die sich festsetzen. Irgendwo ganz hinten im Nichtganzsobewussten und heimlich zu Visionen heranwachsen. Zu richtigen Visionen, die fast schon das Gefühl von Realität vermitteln. Bilder von einem Triathlon, zum Beispiel, der ganz und gar uneitel daher kommt und schon von der Idee her so vollkommen verrückt scheint, dass es dem, der sich erinnern kann, schier unweigerlich aufdrängt: das Herz des Triathlon hat wieder zu schlagen begonnen.

Ein Vorhaben, dass ob seiner Schwierigkeit erst einmal vom Organisationsteam ausprobiert wird, bevor es publik gemacht wird. Das Jahr für Jahr sein Gesicht ändert, weil Landschaft und Wetter, ach, die Elemente eben, ein wichtiges Wort mit zu reden haben bei der Durchführbarkeit.

Es hat eine Weile gedauert, bis aus der Ahnung, dass dieses Rennen dem Triathlon, speziell der Langdistanz, den Spirit wiedergeben könnte, die anfangs beschriebene Vision wurde, eine ganze Weile sogar. Der Weg dahin führte über das Erlebnis, als durchschnittlich begabter Ausdauerathlet die mentale Hölle von Hawaii überlebt zu haben, danach ständig schwindende Trainingsmotivation, Andis Klagen über bis weit über die Grenzen der Fairness hinaus überfüllte Ironman-Rennen und letztendlich die Erkenntnis, dass es die kleinen abseitigen Rennen, wie z. B. Kalmar, zu sein schienen, die dem eigentlichen Langstreckengeist noch am nächsten kämen. Plötzlich war der Norseman wieder da, und plötzlich begann ich, mich selbst damit gedanklich in Verbindung zu bringen. Unmöglich eigentlich, aber das war ja Hawaii auch gewesen.

Letztendlich hat es noch 2 Jahre gedauert, bis diese irrwitzige Idee so weit gewachsen war, dass die Umsetzung unausweichlich wurde. Der Norseman Extreme Triathlon, der lange Weg zum Gaustatoppen wird im nächsten Jahr mein zentrales Abenteuer werden. Naja, wer noch alles daran beteiligt sein wird, ob und wie alles funktioniert und was alles geschehen wird, darüber wird hier sicherlich noch einiges Geschwätziges zu lesen sein.


Wenige Tage später:
Der Autor entschuldigt sich an dieser Stelle ausdrücklich für das weihevolle Gequatsche. Scheint mir wohl ein Bedürfnis gewesen zu sein...

Mittwoch, 2. Juli 2008

Ironmonkeys Lebenszeichen

Moin moin Landratten,

die Monkeybrothers Daniel und Andreas haben die Saison 2008 mehr oder weniger abgeschrieben. Daniel hat vielleicht noch den einen oder anderen Pfeil im Köcher. Mit ein wenig Glück werden wir ihn in der zweiten Saisionhälfte doch noch irgendwo am Start sehen. Andreas hat nach einer langwierigen Hüftverletzung den Start beim Ironman in Frankfurt streichen müssen. Aktuell ist noch immer kein Radtraining möglich! Dafür fängt Andreas jetzt an zu klettern. Auch ein gewisser Thrill...

Im nächsten Jahr lockt die AK 40....da kann man ja wieder angreifen:-) Mal sehen..

Den Monkeys geht es ansonsten Prima. Nach unserem gemeinsamen Besuch beim Sergenti-Fesitval in Schloß Holte-Stukenbrock wird es demnächst auch wieder einen coolen Soundtrack geben. Wir dürfen gespannt sein, was Daniel da wieder zusammenwürfelt.

DRÜCKEN
Daniel und Andreas

Sonntag, 14. Oktober 2007

Kona 2007 - Die Schlacht, die keine war, ist vorbei...

Wie in jedem Jahr fieberten die großen und kleinen Triathleten, die glücklichen, die auf Hawaii dabei sein konnten und ebene jene Minderheit, die sich in Träumen und Hoffnungen mit der unwahrscheinlichen Wahrscheinlichkeit beschäftigt, doch irgendwann mal den richtigen Ironman absolvieren zu dürfen, dem Tag X entgegen: 13.10.2007. Und es fieberten natürlich auch alle Verwandten, Freunde, Freundinnne, Lebens-und abschnittspartner (ja auch Ehepartner) den Tag endlich herbei. Danach ist nämlich erst einmal wieder Ruhe im Karton.


Die Ironmonkeys Franktion ist da nicht anders als alle anderen im verstrahlten Paralleluniversum, von denen es natürlich unendlich viele geben kann. Frei nach Daniel's Standardfrage: "Kannst Du Dir die Unendlichkeit vorstellen." Ja, klar,...., aber wenn ich so darüber nachdenke...


Also zurück zum Kern der Geschichte: Die Ironmonkey Franktion traf sich bei Keule Andreas, um gemeinsam in das Internetabenteuer der Liveberichte aus Kona einzutauchen. Gespannt waren wir aufdie ARD Live Berichterstattung. Es war klar, dass alles ziemlich gut sein würde, denn neben Cola, Fanta und anderer zur 3/4 aus Zucker bestehender Energizer, gab es auch Tortillas...heftig scharf.

Nach dem verbalen Prerace Schlagabtausch, durften wir uns auf ein heißes Renne freuen. Ein paar nette Charaktere. Und psychoemotional wurden unsere Helden dann auch schon mal bestimmt.

Irgendwie läuft aber die Live Corverage mit Bob Babbit und Greg Welch schlecht an. Drei, vier mal ist der Stream weg. Nicht ungewöhnlich für Hawaii, dass kann uns also nicht schocken. Aber was erzählen die da von Faris. Durchfall...ähhm. Keine Cola gehabt? Ungläubig nehmen wir also zur Kenntis, dass unser emotionaler Favorit raus war, bevor andere überhaupt drin waren. Tja, die große Story, wird heute keine werden. Egal, die Tortillas gehen weg und die Cola fließt auch in strömen.

Endlich der Start. Sogar Live in der ARD. Hihi, die Bilder im Stream sind besser, als die Luftaufnahmen in der ARD. Aber was soll's. Es ist der ARD hoch anzurechnen, dass Abenteuer gewagt zu haben.
Im Stream hören, wir, dass Normann Stadler, Magen- und Darmprobleme hat. Ach nee, das war doch Faris, also weiter auf den Ministream schauen. Eine Riesengruppe schwimmt da zusammen. Merkwürdig, wo sind die alten Zeiten geblieben. Als es noch Einzelkämpfer und Ausreißer gab! Oder ist die Leistungsdichte wirklich nun so hoch?

Eine Frage für die spätere Analyse, denn beim Schwimmausstieg haben wir alle Mühe, den Überblick zu wahren. Eigentlich haben wir keinen, genausowenig wie unsere Freunde auf Ironmanlive.com. Eine Riesengruppe schwingt sich auf die Räder. Leider fehlt der Norminator, unsere letzte Hoffnung in der Battle gegen Macca.... Schließlich fährt der Norminator ja das neue Kuota Kueen-K. Über eine Minute Rückstand nach dem Schwimmen macht da ja gar nichts;-)

Also Beruhigung und weiter schauen. Die Database Conection zu Ironmanlive reißt schon mal ab. Der Stream auch - mal wieder. Und dann ist erst mal Sendepause. Stromausfall auf Big Island. Das läuft aber dieses Jahr etwas merkwürdig. Ja ist der 13., allerdings ein Samstag. Aber da gibt es ja noch diese Internetsendung von Triathlon-Szene.de. Also schauen wir doch dort, vielleicht erfahren wir etwas, dass wir noch nicht wissen. Tja wir wissen jetzt, dass der dortige Onliner, dass ultimative Szenewissen hat. Und dann ist da noch ein gewisser"Sindballe"...stellte er doch etwas verdutzt fest...


Zwischenzeitlich tröpfeln aus Hawaii auch wieder Daten rein. Immer spärlich und langsam nervt es. Wie Stadler ist raus? Was ist denn jetzt los. Auch Magen-Darm? Später hören wir, dass noch mehr Pros Probleme damit haben. Alle waren beim Pro Meeting. Da hat doch bestimmt einer gemeine Bakterine und Viren ausgesetzt...Möchte noch jemand ein Buch darüber schreiben?

Frau Badmann hat einen Straßenkegel umgefahren und ist gestürzt. Wie geht das denn? Später erfahren wir, dass Sie weiterfährt, auf einem Ersatzrad. Äh, dass ist doch eigentlich verboten oder nicht? Aber dann ist sie doch wieder raus. Schlüsselbeinbruch, lautet die unangenehme Diagnose.

Ein Junior muss zwischenzeitlich ins Bett gebracht werden, aber der Abend ist eigentlich eh gelaufen, da klar ist, dass Macca gewinnt, was wir zwar nicht wollen, aber mangels weiterer Konkurrenten nicht ernsthaft verhindern werden können.

Die spannenden Schlacht um die Triathlonkrone wird plötzlich ziemlich langweilig. Wer gewinnt ist irgendwie schon früh klar. Obwohl auf der Langdistanz kann ja immer mal was passieren...

00:15 wir freuen uns auf die Hawaii Übertragung im Ersten. Der Stream im Netz und die Ironman Seite waren in diesem Jahr wohl nix. Und nach ellenlosen Zusammenfassungen, die wir ja schon kannten, gab es Live Bilder. Etwas dunkel, aber Live. Ist doch auch egal, die sind ja 12 Stunden zurück, da können die Bilder schon mal etwas hinken. Ach ja, der Livestream hinkt ca. 30 Sekunden hinter den ARD Bilderchen. Dafür sind die Bilder im Stream heller.

Sindballe geht als Erster auf die Laufstrecke. Wo andere sich ausziehen, zieht der noch was an. Man in White. Das hatte etwas, und wir finden, dass er auch gut läuft. ca. 10 Minuten später rast Macca los und wir definieren "gut loslaufen" komplett neu und sind sicher, dass Sinballe, die TOP Ten nicht sehen wird.

Wird er letztlich doch.Platz 3 ist beeindruckend. Chris Lieto hat auf dem Rad mächtig gedrückt und verliert ggü. Macca auf der Laufstrecke deutlich. Doch als Macca ihm beim Laufen überholt gibt er Contra. Wir sind sicher, der platzt gleich, finden die Aktion trotzdem Klasse! Wenig später kam der Platzer... (reichte für Platz 6)

Macca läuft das Ding nach Hause. Craig Alexander ist die Überaschung, eigentlich aber nicht, denn als Geheimtipp galt er ja schon, doch so richtig gefährlich konnte er Macca nicht werden.
Schade...Macca hat gewonnen! Sportlich ein Superding. Leider war er fünf Minuten langsamer als Stadler im vergangenen Jahr... Jetzt hat Macca alles gewonnen und kann sich zu Recht als weltbester Triathlet bezeichnen. Wenn's schön macht. Allerdings bleibt ja ein Makel: Er hat ja nicht gegen die richtigen Gegener gewonnen...und das wird ihn wurmen.

Wir suchen unsere verbliebenen deutschen Helden. 2007 war wohl nix. Vielleicht 2008 wieder.
Wir sind müde und gehen ins Bett. Das Damenrennen fesselt uns nicht mehr, was sicher nicht der Leistung angemessen ist, aber wir sind müde.....Michelie ist raus. Natascha ist raus. Desiree Ficker auch irgendwie versandet. Neue Namen tauchen auf und viele bekannte wie Granger, Major, Preaston, Lawn, Griesbauer. Chrissie Wellington hat zumindest in einer Superzeit vor Samantha McGlone gewonnen.Vielleicht war das auch die neue Generation? Wir werden es im nächsten Jahr sehen.

Und dann gibt es wieder den Livestream....

Ironman Switzerland 2007

Zum sechsten Mal hole ich mir das Erlebnis IRONMAN. Wie immer ist es in der Nacht vor dem Start unruhig. Knapp 5 Stunden Schlaf, mehr geht nicht. Um 3:40 Uhr klinget der Wecker und erlöst mich aus der unruhigen Nacht. Endlich geht es los und dazu wird erst einmal Wasser getrunken und die restlichen Vorbereitungen getroffen.


Um 4:30 Uhr etwas Frühstück. Viel geht nicht rein, muss aber auch nicht. Und dann geht es ab zum Zürichsee. Keine Wolke am Himmel, dabei war es an den Vortagen doch immer bewölkt und fast schon kalt. Es wird ein heißer Tag werden, für mich kein gutes Zeichen. Dazu kommt noch, dass der Schwimmstart genau in Richtung aufgehende Sonne geht. Im Klartext: Keine Chance auch nur eine Boje zu erkennen. Gut das waren erste Aussichten auf das Schwimmen. Am Zürichsee angekommen wird erst einmal das Rad gecheckt. Alles bestens. Dann Sonnencreme auftragen und die potenziellen Scheuerstellen gut mit Vaseline einschmieren. Die Radflaschen auffüllen und danach ab zum Schwimmstart. Beim Schwimmstart wird es langsam voll. 2000 Triathleten sind doch eine ganze Menge.


Ich sehe, dass im direkten Startbereich ein Sprungturm und zwei Schwimmflöße liegen und frage mich, wie durch den verbleibenden Platz 4000 Arme durchpassen solle? Wie sie durchgepasst haben, kann ich nicht sagen. An meiner Position war es einfach nur unglaublich eng...Kurz nach Sieben ballert plötzlich die Startkanone. Irgendwie hat gar keiner den Countdown mitbekommen oder es gab einfach keinen. Ist auch egal. Die Meute stürmt ins warme Wasser des Zürichsees. Endlich ist das Warten zu Ende. Die ersten Meter werden zu einem Kampf mit Wassereinbruch und den freundlichen Triathleten links und rechts von mir. Manchmal auch noch dem hinter mir. Gehört halt dazu - doch irgendwie habe ich das Gefühl, dass die rücksichtsvolle und coole Ironmanfamilie gar nicht mehr so rücksichtsvoll ist.
Gehabe wie auf der Sprintdistanz.... Schlimmer ist aber, dass ich den Weg gar nicht sehe. Es ist einfach definitiv nicht zu erkennen wo es hingehen soll! Klar das die Züricher Organisatoren einen ausgeprägten Sparsinn haben. Das fiel schon bei der Zusammenstellung des Athletenbags auf. Beigaben, wie Cap und T-Shirt mit allen Starternamen, durften für teuere Franken gekauft werden. Aber wenigstens gut sichtbare Bojen könnte man ja aufstellen. Es soll Ironman Events geben, da haben die Bojen das Gardemaß von drei Metern und komischerweise kann man die auch erkennen. Ein besonderer Joke der Organisatoren waren die gelben Badekappen.


Bei lauter gelben Badekappen konnte man die kleinen gelben Wegebojen erst recht nicht mehr erkennen. Prima, da hat jemand mitgedacht... Trotz dieser Widrigkeiten klappt das Schwimmen recht gut, bis ich endlich die erste Boje sehe und meinen Kurs mächtig korrigieren muss!!!! An der Boje angekommen überkommt mich ein Brechreiz. Unfaire Triathleten habe ich auf der Radstrecke ja schon viele gesehen, aber in Zürich haben diese Betrüger an den Bojen wie Fischschwärme abgekürzt. Pfui ihr Bratsen. Ihr könnt euch mal die Frage stellen wo eigentlich der Unterschied zwischen leistungsförderndem Doping und streckensparendem Abkürzen liegt? Ich helfe Euch: Es gibt keinen. Mehr ist dazu nicht zu sagen.


Komisch aber, dass der Veranstalter auch mit Schiedsrichtern an den Bojen spart. Bei anderen IRONMAN werden da auch schon mal Schwimmleinen gespannt, dass macht das Abkürzen nicht so einfach!!!Nach 24 Minuten bin ich das erste Mal am Schwimmausstieg. Das deutete auf eine gute Zeit hin. Letztlich sind es doch nur 1:08 h geworden. Ich würde gerne wissen, wie viel Meter ich nun tatsächlich geschwommen bin.


Der Wechsel war klasse. Schnell und ich konnte super Laufen. Auf meinem Rad habe ich mich sofort wohl gefühlt und auf dem ersten Streckenabschnitt ging es mit über 40 km/h los. Angesichts des Tempos fragte ich mich, ob dass die richtige Ironman Pace ist. Aber es geht leicht bergab und der Puls ist gut. Also weiterdrücken, bis zum ersten Anstieg.
The Beauty mag ich wirklich. Das Ding ist mir eigentlich zu steil. Aber die Aussicht war wunderbar. Leider habe ich im Anstieg wieder einige Plätze verloren. Nach der kurzen Abfahrt geht es die lange flache Steigung The Biest hoch. 25 km/h kann man hier gut drücken, also machbar. Danach kommt mein Lieblingsabschnitt. Eine geile Abfahrt, die ich im Gegensatz zu anderen gar nicht gefährlich finde. 89 km/h Topspeed haben Freude gemacht. Nichts für Daniel:-) Der Abschnitt bis zum Ziel war wieder ziemlich easy und schnell. Dann kam der Heartbreak Hill und ich hatte mein Feindbild gefunden. Dieser Misthügel würde mein Herz nicht brechen. Ich will ja nicht jammern, aber der ist schon ziemlich steil und soooo kurz ist er auch wieder nicht…Beim Rückweg vom Heartbreck Hill sehe ich meine Supportcrew. Motivation pur. Ich beschließe weiter Gas zu geben. Die Runde habe ich dann noch zwei Mal gefahren. Trotz aller Mühen konnte ich die Topspeed auf der Abfahrt nicht mehr steigern.... Mittlerweile ist es schon ziemlich warm geworden und ich schmeiße die ersten Salztabletten ein. Nach 5:17 darf ich mein Rad wieder in der Wechselzone abstellen. Radzeit ist okay, meine ich.

Beim zweiten Mal in der Wechselzone brauche ich etwas länger. Bei über drei Minuten Wechselzeit fragt man sich, was der Mann dort gemacht hat. Ich musste einfach mal....Wird es nun noch mit dem Laufen gehen? Es ging, bis km 14 im 5 Min./km Tempo. Alles gut – allerdings merke ich leichte Krampfansätze und das linke Knie zwickt außen. Merkwürdiger Weise an einer Stelle, die bisher im Training keine Probleme gemacht hat.... An der Verpflegungsstelle auf der Brücke rennt mich eine unaufmerksame Helferin um und zack habe ich einen Krampf im linken hinteren Oberschenkel. Also Dehnen und Gehen und die Stelle mit Wasser kühlen. Jetzt komme ich nicht mehr richtig in Tritt und merke, dass es wieder mal ziemlich anstrengend wird. Ich versuche es mit Spazieren gehen, aber irgendwie ist dann auch nicht cool. Also wieder weiterlaufen. “Come on Pirate” die britischen und amerikanischen Zuschauer gaben wirklich alles! Langsam fängt der Magen auch an zu Mucken und ich beschließe jetzt erst mal nichts mehr zu trinken. In der Folge gab es immer relativ lange Laufpassagen, die dann durch die Walkingeinheiten unterbrochen wurden. 12 km vor dem Ziel merke ich, dass es mit Sub 11h knapp werden könnte, also gebe ich noch mal Gas und laufe wieder ziemlich flott. Das Knie schmerzt aber so stark, dass ich noch zwei Laufpausen hatte. Auf den letzten beiden Kilometern konnte ich das Knie gar nicht mehr beugen, aber Zielerfüllung geht vor Schmerz. Ab ins Ziel, dort wartet meine Familie auf mich: 10:52:51h neue Bestzeit. Alles ist gut so.