Bin seit ca. 1 Stunde für den Bergen Triathlon im Juni angemeldet. Alles wird gut!
Currahee!
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Singned up for Bergen Triathlon in June about an hour ago. All is well!
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Sonntag, 15. November 2009
Samstag, 20. Oktober 2007
Von Piraten, Untoten und Freeridern
Ich habe lange überlegt, ob ich noch einmal über Kalmar schreiben soll. Nun, Kalmar ist letztlich schon Geschichte. Kalmar, das war Schwimmen knapp am Rande der Verzweiflung. Das waren zumindest 2 für meine Verhältnisse leichtfüßig und beschwingt dahergefahrene Radrunden in, ebenfalls für meine Verhältnisse, gar nicht übler Zeit. Über die dritte Runde möchte ich nicht mehr sprechen.
Das war eine Laufrunde im exakten Plantempo.Das waren dann 2 weitere Laufrunden jenseits des Randes der Verzweiflung. Das waren Schmerzen, die mir noch lange als Andenken erhalten blieben, selbst eine Woche später, beim Marathon der Ostseeman-Staffel, waren es zuerst diese Kalmarschmerzen, die mich zu jeder Zeit an die Unvernunft dieses Vorhabens erinnerten, nicht etwa die Ostseemanschmerzen.
Kalmar, das war und ist noch Ratlosigkeit über die eigene und gesamte triathletische Zukunft. Kalmar ist aber auch die Gewissheit, dass eben solche kleinen und familiären Rennen diese Zukunft darstellen sollen, zumindest die eigene. Es ist auch die Feststellung, dass es nun an der Zeit ist, zunächst nur noch das zu tun, was mir Spaß macht. In sportlicher Hinsicht, versteht sich.
Damit habe ich nun mal begonnen:Eine Rückkehr in meine Mountainbike-Geschichte.Eine lange, sehr lange Geschichte, deren Dauer allerdings von der Länge der Pausen bestimmt wurde...Es ist eine historisch verbürgte Tatsache, dass ich irgendwann, ca. 1987, die Erstausgabe der Zeitschrift „Bike“ in die Hand bekam und umgehend kaufte, statt sie im Supermarkt zu lesen und in zurückzulegen. 1989, das ist ebenfalls verbürgt, trennte ich mich von meine E-Gitarre samt Verstärker, um mir vom Verkaufserlös mein erstes MTB, ein Scott Boulder für fast 1400 DM zu kaufen. Bis dahin hatte ich für Fahrräder nie mehr als 120 DM ausgegeben. Wiederum 2 Jahre später infizierte ich mich am Triathlonvirus und meine MTB-Karriere, die immerhin die Teilnahme am ersten Bielefelder Mountainbike-Rennen beinhaltete, war zunächst beendet. Bis zur letzten Woche.
Szenenwechsel. Hahnenklee im Harz. Hierhin kommen wir immer wieder mal gerne für einen Kurzurlaub. Mittlerweile scheint Hahnenklee leider so etwas wie eine Geisterstadt geworden zu sein. Zahllos sind die Häuser, in deren Fenster man sich nicht zu sehen traut, aus Angst vor dem, was man da entdecken könnte. Oder wovon man da vielleicht selber entdeckt würde... Seit Jahren steht das prächtige Haus „Prinzess Ilse“ zum Verkauf. Wir überlegen kurz, ob wir hier investieren sollten. Man könnte das Haus dann sicher ohne weitere Umbauten zum Beispiel an Untote vermieten. Oh Mist, gegenüber, in der „Pension Evergreen“, scheint schon jemand vor uns auf die Idee gekommen zu sein... Zu meine großen Überraschung stelle ich kurz darauf fest, dass es neuerdings auf dem Bocksberg, dem Hahnenkleer Hausberg gewissermaßen, einen ausgewiesenen Bikepark gibt und einen Radverleih im Ort.
Nach kurzem 4tägigen Zögern entschließen Lukas und ich uns, hier einmal vorstellig zu werden und zu testen, was wir so können.Im Laden werde ich erstmal über die wichtigste Fachterminologie aufgeklärt. Ich wusste wohl, dass es mittlerweile Federungen für Fahrräder gibt, aber z.B. „Dirtbikes“ von „Freeridern“ oder „Weiß-der-Kuckuck-Bikes“ abzugrenzen, fällt mir doch irgendwie schwer.
Ich lasse mir also fachkundig ein meinem Alter und unserem Anspruch angemessenes Rad verpassen, Luki bekommt das gleiche. Immerhin scheinen wir die einzigen zu sein, die vorhaben, den Berg hoch zu fahren und nicht die Seilbahn zu nehmen...Staunend nehme ich dann zur Kenntnis, dass der „Freeride“ nicht etwa die halsbrecherisch-gefährlichste Route oben im Bikepark ist, sondern die für Anfänger, also ganz klar unsere.Komisches Gefühl: Wenig optimiertes Gewicht und aerodynamisch irgendwie ungünstig. Naja, um es dann kurz zu machen:Bergauf war ich erwartungsgemäß stärker, bergab habe ich Luki nach der ersten Kurve aus den Augen verloren... Nach 2mal Bocksberg und wieder runter reicht es ihm dann aber auch.
Die ganze Sache hat einen Mordsspaß gemacht und könnte der Beginn einer wunderbaren neuen Geldverschwendung gewesen sein.
Hat übrigens jemand ein gebrauchtes Mountainbike für uns?
Daniel
Das war eine Laufrunde im exakten Plantempo.Das waren dann 2 weitere Laufrunden jenseits des Randes der Verzweiflung. Das waren Schmerzen, die mir noch lange als Andenken erhalten blieben, selbst eine Woche später, beim Marathon der Ostseeman-Staffel, waren es zuerst diese Kalmarschmerzen, die mich zu jeder Zeit an die Unvernunft dieses Vorhabens erinnerten, nicht etwa die Ostseemanschmerzen.
Kalmar, das war und ist noch Ratlosigkeit über die eigene und gesamte triathletische Zukunft. Kalmar ist aber auch die Gewissheit, dass eben solche kleinen und familiären Rennen diese Zukunft darstellen sollen, zumindest die eigene. Es ist auch die Feststellung, dass es nun an der Zeit ist, zunächst nur noch das zu tun, was mir Spaß macht. In sportlicher Hinsicht, versteht sich.
Damit habe ich nun mal begonnen:Eine Rückkehr in meine Mountainbike-Geschichte.Eine lange, sehr lange Geschichte, deren Dauer allerdings von der Länge der Pausen bestimmt wurde...Es ist eine historisch verbürgte Tatsache, dass ich irgendwann, ca. 1987, die Erstausgabe der Zeitschrift „Bike“ in die Hand bekam und umgehend kaufte, statt sie im Supermarkt zu lesen und in zurückzulegen. 1989, das ist ebenfalls verbürgt, trennte ich mich von meine E-Gitarre samt Verstärker, um mir vom Verkaufserlös mein erstes MTB, ein Scott Boulder für fast 1400 DM zu kaufen. Bis dahin hatte ich für Fahrräder nie mehr als 120 DM ausgegeben. Wiederum 2 Jahre später infizierte ich mich am Triathlonvirus und meine MTB-Karriere, die immerhin die Teilnahme am ersten Bielefelder Mountainbike-Rennen beinhaltete, war zunächst beendet. Bis zur letzten Woche.
Szenenwechsel. Hahnenklee im Harz. Hierhin kommen wir immer wieder mal gerne für einen Kurzurlaub. Mittlerweile scheint Hahnenklee leider so etwas wie eine Geisterstadt geworden zu sein. Zahllos sind die Häuser, in deren Fenster man sich nicht zu sehen traut, aus Angst vor dem, was man da entdecken könnte. Oder wovon man da vielleicht selber entdeckt würde... Seit Jahren steht das prächtige Haus „Prinzess Ilse“ zum Verkauf. Wir überlegen kurz, ob wir hier investieren sollten. Man könnte das Haus dann sicher ohne weitere Umbauten zum Beispiel an Untote vermieten. Oh Mist, gegenüber, in der „Pension Evergreen“, scheint schon jemand vor uns auf die Idee gekommen zu sein... Zu meine großen Überraschung stelle ich kurz darauf fest, dass es neuerdings auf dem Bocksberg, dem Hahnenkleer Hausberg gewissermaßen, einen ausgewiesenen Bikepark gibt und einen Radverleih im Ort.
Nach kurzem 4tägigen Zögern entschließen Lukas und ich uns, hier einmal vorstellig zu werden und zu testen, was wir so können.Im Laden werde ich erstmal über die wichtigste Fachterminologie aufgeklärt. Ich wusste wohl, dass es mittlerweile Federungen für Fahrräder gibt, aber z.B. „Dirtbikes“ von „Freeridern“ oder „Weiß-der-Kuckuck-Bikes“ abzugrenzen, fällt mir doch irgendwie schwer.
Ich lasse mir also fachkundig ein meinem Alter und unserem Anspruch angemessenes Rad verpassen, Luki bekommt das gleiche. Immerhin scheinen wir die einzigen zu sein, die vorhaben, den Berg hoch zu fahren und nicht die Seilbahn zu nehmen...Staunend nehme ich dann zur Kenntnis, dass der „Freeride“ nicht etwa die halsbrecherisch-gefährlichste Route oben im Bikepark ist, sondern die für Anfänger, also ganz klar unsere.Komisches Gefühl: Wenig optimiertes Gewicht und aerodynamisch irgendwie ungünstig. Naja, um es dann kurz zu machen:Bergauf war ich erwartungsgemäß stärker, bergab habe ich Luki nach der ersten Kurve aus den Augen verloren... Nach 2mal Bocksberg und wieder runter reicht es ihm dann aber auch.
Die ganze Sache hat einen Mordsspaß gemacht und könnte der Beginn einer wunderbaren neuen Geldverschwendung gewesen sein.
Hat übrigens jemand ein gebrauchtes Mountainbike für uns?
Daniel
Sonntag, 14. Oktober 2007
Ironman Switzerland 2007
Zum sechsten Mal hole ich mir das Erlebnis IRONMAN. Wie immer ist es in der Nacht vor dem Start unruhig. Knapp 5 Stunden Schlaf, mehr geht nicht. Um 3:40 Uhr klinget der Wecker und erlöst mich aus der unruhigen Nacht. Endlich geht es los und dazu wird erst einmal Wasser getrunken und die restlichen Vorbereitungen getroffen. Um 4:30 Uhr etwas Frühstück. Viel geht nicht rein, muss aber auch nicht. Und dann geht es ab zum Zürichsee. Keine Wolke am Himmel, dabei war es an den Vortagen doch immer bewölkt und fast schon kalt. Es wird ein heißer Tag werden, für mich kein gutes Zeichen. Dazu kommt noch, dass der Schwimmstart genau in Richtung aufgehende Sonne geht. Im Klartext: Keine Chance auch nur eine Boje zu erkennen. Gut das waren erste Aussichten auf das Schwimmen. Am Zürichsee angekommen wird erst einmal das Rad gecheckt. Alles bestens. Dann Sonnencreme auftragen und die potenziellen Scheuerstellen gut mit Vaseline einschmieren. Die Radflaschen auffüllen und danach ab zum Schwimmstart. Beim Schwimmstart wird es langsam voll. 2000 Triathleten sind doch eine ganze Menge.
Ich sehe, dass im direkten Startbereich ein Sprungturm und zwei Schwimmflöße liegen und frage mich, wie durch den verbleibenden Platz 4000 Arme durchpassen solle? Wie sie durchgepasst haben, kann ich nicht sagen. An meiner Position war es einfach nur unglaublich eng...Kurz nach Sieben ballert plötzlich die Startkanone. Irgendwie hat gar keiner den Countdown mitbekommen oder es gab einfach keinen. Ist auch egal. Die Meute stürmt ins warme Wasser des Zürichsees. Endlich ist das Warten zu Ende. Die ersten Meter werden zu einem Kampf mit Wassereinbruch und den freundlichen Triathleten links und rechts von mir. Manchmal auch noch dem hinter mir. Gehört halt dazu - doch irgendwie habe ich das Gefühl, dass die rücksichtsvolle und coole Ironmanfamilie gar nicht mehr so rücksichtsvoll ist.
Gehabe wie auf der Sprintdistanz.... Schlimmer ist aber, dass ich den Weg gar nicht sehe. Es ist einfach definitiv nicht zu erkennen wo es hingehen soll! Klar das die Züricher Organisatoren einen ausgeprägten Sparsinn haben. Das fiel schon bei der Zusammenstellung des Athletenbags auf. Beigaben, wie Cap und T-Shirt mit allen Starternamen, durften für teuere Franken gekauft werden. Aber wenigstens gut sichtbare Bojen könnte man ja aufstellen. Es soll Ironman Events geben, da haben die Bojen das Gardemaß von drei Metern und komischerweise kann man die auch erkennen. Ein besonderer Joke der Organisatoren waren die gelben Badekappen.
Bei lauter gelben Badekappen konnte man die kleinen gelben Wegebojen erst recht nicht mehr erkennen. Prima, da hat jemand mitgedacht... Trotz dieser Widrigkeiten klappt das Schwimmen recht gut, bis ich endlich die erste Boje sehe und meinen Kurs mächtig korrigieren muss!!!! An der Boje angekommen überkommt mich ein Brechreiz. Unfaire Triathleten habe ich auf der Radstrecke ja schon viele gesehen, aber in Zürich haben diese Betrüger an den Bojen wie Fischschwärme abgekürzt. Pfui ihr Bratsen. Ihr könnt euch mal die Frage stellen wo eigentlich der Unterschied zwischen leistungsförderndem Doping und streckensparendem Abkürzen liegt? Ich helfe Euch: Es gibt keinen. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Komisch aber, dass der Veranstalter auch mit Schiedsrichtern an den Bojen spart. Bei anderen IRONMAN werden da auch schon mal Schwimmleinen gespannt, dass macht das Abkürzen nicht so einfach!!!Nach 24 Minuten bin ich das erste Mal am Schwimmausstieg. Das deutete auf eine gute Zeit hin. Letztlich sind es doch nur 1:08 h geworden. Ich würde gerne wissen, wie viel Meter ich nun tatsächlich geschwommen bin.
Der Wechsel war klasse. Schnell und ich konnte super Laufen. Auf meinem Rad habe ich mich sofort wohl gefühlt und auf dem ersten Streckenabschnitt ging es mit über 40 km/h los. Angesichts des Tempos fragte ich mich, ob dass die richtige Ironman Pace ist. Aber es geht leicht bergab und der Puls ist gut. Also weiterdrücken, bis zum ersten Anstieg.The Beauty mag ich wirklich. Das Ding ist mir eigentlich zu steil. Aber die Aussicht war wunderbar. Leider habe ich im Anstieg wieder einige Plätze verloren. Nach der kurzen Abfahrt geht es die lange flache Steigung The Biest hoch. 25 km/h kann man hier gut drücken, also machbar. Danach kommt mein Lieblingsabschnitt. Eine geile Abfahrt, die ich im Gegensatz zu anderen gar nicht gefährlich finde. 89 km/h Topspeed haben Freude gemacht. Nichts für Daniel:-) Der Abschnitt bis zum Ziel war wieder ziemlich easy und schnell. Dann kam der Heartbreak Hill und ich hatte mein Feindbild gefunden. Dieser Misthügel würde mein Herz nicht brechen. Ich will ja nicht jammern, aber der ist schon ziemlich steil und soooo kurz ist er auch wieder nicht…Beim Rückweg vom Heartbreck Hill sehe ich meine Supportcrew. Motivation pur. Ich beschließe weiter Gas zu geben. Die Runde habe ich dann noch zwei Mal gefahren. Trotz aller Mühen konnte ich die Topspeed auf der Abfahrt nicht mehr steigern.... Mittlerweile ist es schon ziemlich warm geworden und ich schmeiße die ersten Salztabletten ein. Nach 5:17 darf ich mein Rad wieder in der Wechselzone abstellen. Radzeit ist okay, meine ich.
Beim zweiten Mal in der Wechselzone brauche ich etwas länger. Bei über drei Minuten Wechselzeit fragt man sich, was der Mann dort gemacht hat. Ich musste einfach mal....Wird es
nun noch mit dem Laufen gehen? Es ging, bis km 14 im 5 Min./km Tempo. Alles gut – allerdings merke ich leichte Krampfansätze und das linke Knie zwickt außen. Merkwürdiger Weise an einer Stelle, die bisher im Training keine Probleme gemacht hat.... An der Verpflegungsstelle auf der Brücke rennt mich eine unaufmerksame Helferin um und zack habe ich einen Krampf im linken hinteren Oberschenkel. Also Dehnen und Gehen und die Stelle mit Wasser kühlen. Jetzt komme ich nicht mehr richtig in Tritt und merke, dass es wieder mal ziemlich anstrengend wird. Ich versuche es mit Spazieren gehen, aber irgendwie ist dann auch nicht cool. Also wieder weiterlaufen. “Come on Pirate” die britischen und amerikanischen Zuschauer gaben wirklich alles! Langsam fängt der Magen auch an zu Mucken und ich beschließe jetzt erst mal nichts mehr zu trinken. In der Folge gab es immer relativ lange Laufpassagen, die dann durch die Walkingeinheiten unterbrochen wurden. 12 km vor dem Ziel merke ich, dass es mit Sub 11h knapp werden könnte, also gebe ich noch mal Gas und laufe wieder ziemlich flott. Das Knie schmerzt aber so stark, dass ich noch zwei Laufpausen hatte. Auf den letzten beiden Kilometern konnte ich das Knie gar nicht mehr beugen, aber Zielerfüllung geht vor Schmerz. Ab ins Ziel, dort wartet meine Familie auf mich: 10:52:51h neue Bestzeit. Alles ist gut so.
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